43. Internationaler Bienwald-Marathon in Kandel und 40. Nationaler Halbmarathon

– Wildkatze trifft Muskelkater –

Shirt und Medaille

Finishershirt. Dieses Jahr in azurblau.

Nach aktuellem Meldestand hat der am 11. März stattfindende Bienwald – Marathon, und der gleichzeitig angebotene Jubiläums – Halbmarathon nicht an Attraktivität verloren. Circa 2000 Läufer aus 29 Nationen zeigen an diesem Tag nicht nur optisch durch die farbenfrohen Laufoutfits, dass Kandel bunt ist. Sie zeigen, dass es bessere Gründe gibt in die Bienwaldstadt zu kommen, als für Fremdenfeindlichkeit zu demonstrieren. Damit es bunt bleibt, bekommen auch dieses Jahr alle teilnehmenden Läufer ein Finishershirt.

Besonders erfreut zeigt sich der Veranstalter über die zahlreichen Meldungen der Lauffreunde aus der Partnerstadt Reichshoffen. Mit 17 Teilnehmern stellt die Athletic Vosges du Nord eine der stärksten Gruppen im Feld.
Spannung verspricht der Kampf um die Marathon Pfalzmeisterschaft. Gelingt es dem Lokalmatador Michael Ohler noch einmal seinen Pfalzmeistertitel zu verteidigen, hätte er den Hattrick perfekt. Oliver Trauth vom TV Herxheim, der im den Titel streitig machen könnte, ist bis jetzt nicht in der Starterliste zu finden.

Favorit auf der Marathondistanz scheint bis jetzt Andreas Kuhlen von der LG Braunschweig zu sein. Der Diplom Sportmanager und Lauftrainer hat sich für 2018 vorgenommen seine bisherige Marathonbestzeit von 2:28:07 h deutlich zu unterbieten. Mit der von ihm angepeilten Zeit von 2:20 h würde er in die deutsche TOP 10 vorstoßen. Die flache Streckenführung eignet sich perfekt für persönliche Rekorde.
Große Anerkennung verdient auch Dennis Kühlwein, nicht seinen Laufzeiten wegen, sondern weil er persönliche Ziel mit dem guten Zweck verbindet. Mit seinem Vorhaben, dieses Jahr in jedem Bundesland einen Marathon zu laufen, verbindet er eine Spendenaktion für die Organisation „Athletes for Charity“. Diese kümmert sich um Menschen, hauptsächlich Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren sind.
Letztes Jahr in Kandel auf der halben Distanz unterwegs, wagt sich der sehbehinderte Ralf Arnold dieses Jahr auf die volle Marathondistanz. Am Band geführt wird er dabei von seinem Lauffreund Frank Erle vom LSV Ladenburg Triathlon.
Der Jubiläums – Halbmarathon wird bei den Männern vermutlich von den Läufern der LAC Quelle Fürth dominiert. Schnellster Mann könnte der dreifache deutscher Meister Seboka Mitku aus Äthopien sein. Kommt er an seine Bestzeit von 1:04:30 h heran, könnte der vor zwei Jahren gelaufene Streckenrekord fallen. Erfahrung auf der Strecke bringt sein Landsmann und Vereinskollege Endisu Getachew mit. 2016 mit 1:06:01 h auf dem dritten Platz und 2017 auf dem zweiten Platz wäre nun die Zeit reif für den Sieg.
Auch dem Sieg zuzutrauen ist Jens Ziganke von der SV Reichenau. Mit einem Sieg 2011 und zwei zweiten Plätzen ist er in Kandel schon bestens bekannt.
Auch bei den Frauen könnte ebenfalls der 2016 von Lisa Hahner aufgestellte Streckenrekord in Gefahr zu sein. Fabienne Amrhein von der MTG Mannheim kommt mit einer persönlichen Bestzeit von 1:13:11 h, gelaufen letztes Jahr in Mainz, nach Kandel und hat das Potential den aktuellen den Streckenrekord (1:14:28 h) zu unterbieten.
Einzig Lena Berg (Engelhorn Sports Team), Siegerin der diesjährigen Winterlaufserie in Rheinzabern, könnte ihr den Sieg streitig machen.
Hoffen wir auf perfektes Laufwetter, wenn am 11. März um 10 Uhr Alexander Schweitzer (MdL) die bunte Läuferschar auf die Strecke schickt. Sollte sich noch jemand kurzfristig für einen Start entscheiden, ist eine Nachmeldung bis eine Stunde vor dem Start noch möglich.
Egal in welchem Leistungssektor man unterwegs ist, eint alle Läufer im Ziel eins. Die Glückseligkeit beim beliebtesten Pfälzer Marathon dabei gewesen zu sein. Dem Motto „schnell – familiär – naturverbunden“ liegt dieses Jahr der Schwerpunkt auf familiär. Und falls die auf den Plakaten so präsente Wildkatze sich wieder nicht zeigt, hat man als Läufer zumindest die Chance den männlichen Verwandten, den Muskelkater als Präsent mit nach Hause zu nehmen.